SprachSchnecke
Mitten im "Kultur-Quartier“ erhebt sich die Sprach-Schnecke, denn Sprache (verbal und nonverbal) ist der Transportbote von Information und Wissen. Und dies wiederum ist der Grundstein jeder Kultur und Evolution. Deshalb steht die Sprach-Schnecke im Kultur-Viertel. Okay, dieses Gebäude ist höher als die üblichen 2 Stockwerke, es ist ja auch ein bisschen eine Homage an den Turmbau zu Babel, dort ging es auch um die Verständigungsprobleme der Kulturen und Völker. Wer die Sprach-Schnecke betritt, läuft zuerst durch einen Tunnel voller musikalischer Schwingung aller Völker. Musik ist die Universalsprache aller Völker, das wird hier rasch klar. Dann kommt die Stille, doch in der Stille merkt man erst, dass wir mit den Augen mehr hören, als mit den Ohren. Pantomimen, Körpersprach-Experimente und viele visuelle, emotionale Eindrücke sind erfahrbar. In einer Nische raten die Kinder eifrig um die Wette. Jeder darf ein Tier oder eine Tätigkeit darstellen, ohne zu sprechen. In einer anderen Nische kann man Gebärdensprache beobachten und kriegt einen Eindruck davon, wie taube Menschen die Welt wahrnehmen (mit Kopfhörer). Geht man weiter, kann man zwischen 10 Sprachen wählen. In jeder Zelle eine andere Sprache. Bis zu 30 Kinder pro Zelle spielen, zählen, lernen und tanzen in den Sprach-Labors. Auffällig ist, dass anscheind die Kinder die Lehrer sind. Da lernen englisch sprachige Kinder mit deutschsprachigen Kindern abwechslungsweise dje jeweilige Sprache und scheinen viel Spass dabei zu haben. Filme in den jeweiligen Sprachen zur Entspannung und dann natürlich die gegenseitigen „TV-Interviews“ in der Fremdsprache. Wer noch mehr von der neuen Sprache will, der kann sich für die offiziellen Trainings-Lektionen (blended learning) einschreiben. Und während die Kids spielerisch lernen und die Sprachen akzentfrei wiedergeben (bis 8 Jahre garantiert), können sich die Eltern in der unteren Ebene der Sprach-Schnecke über Lerntechniken, Sprachverständnis, verbale und nonverbale Wirkung, Interaktion als Ganzes sowie Kultur-Phänomene informieren. Wer die Sprach-Schnecke verlässt, ist irgendwie geöffnet, hat den Blickwinkel ausgeweitet und nimmt die Fascetten im Kultur-Quartier noch besser wahr.