prinz | Beitrag

Funktionen

Bewertung

Details

Erstellung:
20.09.2008 15:45

Copyright:
Kein Copyright


130 Besuche
Keine Bewertungen
Keine Kommentare
Keine Verlinkungen

Tags
Kunst+Unterhaltung | Art

Permalink

HUNDERTWASSER IN WIEN

Das viel umstrittene Objekt in Wien. Sogar die Kloschüsseln wurden von Hundertwasser entworfen. Aber dennoch ein Meisterwerk in mitten von Wien, dass mann gerne anschaut, obwohl es eine Müllverbrennungsanlage für Fernwärme ist.

Müllverbrennungsanlage Spittelau
© Gaube
 
Die Müllverbrennungsanlage Spittelau ist eine von drei thermischen Abfallbehandlungsanlagen der Fernwärme Wien GmbH. Seine Besonderheit gewinnt das Gebäude durch die von Friedensreich Hundertwasser künstlerisch gestaltete Fassade.

Die Anlage, im nördlichsten Teil des 9. Bezirks am Donaukanal gelegen, wurde 1971 fertiggestellt. Die thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau wurde an seinem heutigen Standort errichtet, um Wärme für das ca. 2 km entfernte Neue Allgemeine Krankenhaus bereitzustellen. Mit einer installierten Gesamtleistung von 460 MW stellt die Anlage den zweitgrößten Erzeuger im Fernwärmeverbundnetz der Stadt Wien dar.
Heizkraftwerk Spittelau - © S. Gaube, 2008 Heizkraftwerk Spittelau - © S. Gaube, 2008
Die im Werk untergebrachte thermische Abfallbehandlungsanlage mit einer Durchsatzleistung von 250.000 Jahrestonnen ist in das Verbundnetz integriert und speist im Jahresdurchschnitt 60 MW ein (Grundlastabdeckung). Zusätzlich können in 5 weiteren gas- bzw. gas-/ölbefeuerten Heißwasserkesseln zur Spitzenbedarfsabdeckung 400 MW an thermischer Leistung produziert werden. Die fortlaufende Anpassung an den letzten Stand der Rauchgasreinigungstechnik führte zur Nachrüstung der thermischen Abfallbehandlungsanlage Spittelau mit einer Rauchgas-Nasswäsche (1986/89) sowie einer hochmodernen Entstickungs- und Dioxinzerstörungsanlage (1989). Zur gleichen Zeit wurde die äußere Fassade des gesamten Fernwärmewerks nach einem Großbrand 1987 durch den berühmten Maler und Architekten Friedensreich Hundertwasser neugestaltet. Aus dem zuvor nüchternen Zweckbau wurde ein weltweit einzigartiges, spektakuläres Kunstwerk, das ein gelungenes Beispiel für eine harmonische Symbiose zwischen Technik, Ökologie und Kunst darstellt. Die Spittelau ist mittlerweile nicht nur ein Teil des Stadtbilds, sie ist darüber hinaus eine berühmte Touristenattraktion. Das Konzept der Spittelau hat Nachahmer gefunden – so wurde in Osaka / Japan eine thermische Abfallbehandlungsanlage in ähnlichem Stil erbaut.
Heizkraftwerk Spittelau - © S. Gaube, 2008
 
Aus dem thermischen Abfallbehandlungsprozess werden etwa 40.000 MWh Strom und 500.000 MWh Fernwärme produziert. Mit dieser Wärmemenge werden jährlich mehr als 60.000 Haushalte in Wien beheizt. Die mögliche Gesamtleistung des Werks beträgt 460 MW (Zweitgrößter Erzeuger im Fernwärmeverbundnetz Wiens). Durch die jährliche Verbrennung von 260.000 t Hausmüll können im Durchschnitt 60 MW an Grundlast in das Fernwärmenetz eingespeist werden. Die restlichen 400 MW an thermischer Leistung werden in Spitzenzeiten durch fünf gas- bzw. gas-/ölbefeuerte Heißwasserkesseln geliefer



Keine Kommentare